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Newsroom

Journalisten, Blogger und Online-Multiplikatoren finden im Newsroom Material und Angebote. Unsere Pressemitteilungen enthalten alle medienrelevanten Informationen. Sollten Sie einen Gesprächstermin wünschen, sprechen Sie uns gerne persönlich an!

Pressemitteilungen

Glückwunsch! Die Jubiläumsausstellung

2. Juni bis 8. September 2024

Am 29. Juli 1934 wurde das heutige Museum Relígio als Wallfahrts- und Heimatmuseum feierlich eröffnet. Nach 90 Jahren Museumsgeschichte ist es nun ein kulturgeschichtliches Religionsmuseum und besitzt ca. 30.000 Objekte.

Alle Museumleiterinnen und -leiter haben die Sammlung des Museums entsprechend ihrer Vorstellungen kontinuierlich erweitert. Sie ist damit ein Abbild der Museumsgeschichte und die zusammengetragenen Objekte sind gleichzeitig die Basis für alle (zukünftigen) Ausstellungen.

Die Jubiläumsausstellung erzählt die Museumsgeschichte anhand der Sammlung. Sie greift die Traditionsthemen auf, verbindet alte und neue Objekte, führt Sie tief in die Geschichte hinein und zu neuen Themen und Fragestellungen hin. Bedeutende Objekte sowie Neuerwerbungen der letzten Jahre werden erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Eingeweiht wird auch die VR-Animation zum Telgter Hungertuch, die das Museumsteam eigens entwickelt hat.

Heute werden auch kritische Fragen an eine Sammlung gestellt: Was geschieht mit Objekten, die im aktuellen Konzept keine Ausstellungsperspektive mehr haben oder die mehrfach in der Sammlung vorhanden sind, wie geht man mit Objekten aus kolonialen Kontexten oder mit antisemitischen Objekten um? Diesen Fragen wird in der Ausstellung ebenfalls nachgegangen.

Die Jubiläumsausstellung ermöglicht Ihnen anhand der reichen Museumssammlung vielfältige Einblicke in Kontinuitäten und Wandel, in Abschied und Neubeginn, in Vergangenheit und Zukunft.

Die Ausstellung wird mit öffentlichen Führungen und einem spannenden Veranstaltungsprogramm begleitet.

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Was Leiden schafft – Impuls zur Passion

Als Auftakt ins Museumsjahr zeigt das Museum Relígio vom 02. März – 07. April 2024 die Kabinettausstellung „Was Leiden schafft“. Die Schau präsentiert 22 Arbeiten von drei zeitgenössischen Künstler:innen, die sich mit dem Leiden Jesu, menschlichem Leiden an sich und dem Leiden der Natur auseinandersetzen. Dabei treten Arbeiten der Kölner Textilkünstlerin Veronika Moos (*1961) in Trialog mit Gemälden und Zeichnungen von Heinz Schößler (*1942) sowie Objektkästen und Skulpturen von Axel Vater (*1949 †2014).

Veronika Moos hat „freie Bildende Kunst“ an der Akademie für Bildende Künste in Mainz studiert. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Köln, Frankreich und in der Eifel. Ihr bevorzugter Werkstoff ist das Textile. Daneben verwendet sie aber auch Fundmaterialien aus der Natur für ihre Werke.

Heinz Schößler begann bereits als Kind zu zeichnen. Später studierte er in Köln Pädagogik und Kunst. Neben seinem Beruf als Lehrer hat er sich intensiv der Malerei gewidmet. Durch den Prozess des Malens an sich findet Heinz Schößler zu sinngebender Gestaltung. Häufig oszillieren seine Gemälde, für die er Acrylfarben verwendet, zwischen Figuration und Abstraktion. Immer wieder setzt sich der Künstler in seinen Werken mit der Passion Christi auseinander.

Axel Vater studierte an der Staatlichen Akademie in Düsseldorf. Anschließend lebte er als freischaffender Künstler in Düsseldorf und später in Krefeld. Das Œuvre von Axel Vater umfasst Grafik, Malerei, Plastik, Objektkunst (Bildkästen), Collage und Fotografie. In seinen Arbeiten herrscht die Erfahrung von Leid, Schmerz, Tod und Vergänglichkeit vor. Sie zeugen aber auch von Neubelebung, Wachstum und Substanzverwandlung. Als thematisches Leitmotiv im Werk von Axel Vater ist das Erdulden auszumachen.

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Museum Relígio beendet ein sehr erfolgreiches Ausstellungsjahr

Mit 21.227 Besucherinnen und Besuchern ist das Westfälische Museum für religiöse Kultur – kurz Religio genannt – besser besucht als vor der Corona Pandemie. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Ausstellungen und das Begleitprogramm so gut angenommen wurden“, freut sich Museumsleiterin Dr. Anja Schöne. Ein Highlight war sicherlich die Ausstellung „Verhüllen und Offenbaren“ mit Gewändern der Oberammergauer Passionsspiele zum 400-jährigen Jubiläum des Telgter Hungertuches. Den ganzen Sommer über lockten zahlreiche Veranstaltungen, die unter dem Jahresthema „Leben und Tod“ standen. Dabei konnten Rituale verschiedener Religionen der Welt kennengelernt werden, beispielsweise beim Besuch des jüdischen Friedhofes in Münster. Ein weiterer Höhepunkt im Museumsjahr war auch das Entstehen eines Sandmandalas, welches vier buddhistische Mönche vor den Augen der Besucherinnen und Besucher über mehrere Tage hinweg erschufen. Schließlich zieht aktuell eine haushohe Videoprojektion an der Außenfassade des Museums zur Krippenausstellung zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an. Sie ist täglich noch bis zum 28. Januar von 16 bis 21 Uhr zu sehen.

Im Jahr 2024 sind wieder zahlreiche Veranstaltungen geplant. Das Jahresmotto ist „Religion und Emotion“. Gefeiert wird zudem das 90-jährige Bestehen des Museums. Das neue Programm ist auf der Homepage des Museums zu finden.

https://museum-telgte.de/wp-content/uploads/2024/01/TEL_Vierteljahresprogramm2024_20231215-3-1.pdf

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Weihnachtsfrieden – eine Ausstellung zu zwei Jubiläen

  1. November 2023 bis 28. Januar 2024

Über 100 Krippendarstellungen sind in der bekannten Telgter Schau in diesem Jahr wieder zu sehen. Sie gilt als die größte Ausstellung zur zeitgenössischen Krippenkultur in Deutschland.
Die Krippenkunst-Ausstellung 2023 nimmt auf zwei besondere, aber gänzlich unterschiedliche Ereignisse Bezug: das 800-jährige Jubiläum der Weihnachtsmesse des heiligen Franziskus von Assisi in der Einsiedelei von Greccio und das 375. Jubiläum des Westfälischen Friedens.

Als Franziskus im Jahr 1223 im Rieti-Tal eine Art Krippenspiel inszenierte, ging es ihm um eine sinnlich und körperlich erfahrbare Teilhabe an der Geburt Jesu. Der Biograf des heiligen Franziskus, Thomas von Celano, beschreibt die Feier in allen Einzelheiten: „Männer und Frauen jener Gegend kamen mit Fackeln und Kerzen (…), der Wald füllte sich mit den Stimmen, in den Felsen erklangen freudige Lieder (…) Nach der Messe, die über der Futterkrippe gefeiert wurde „kehrte ein jeder in seliger Freude nach Hause zurück.“ Mehrere Künstlerinnen und Künstler haben sich in der aktuellen Ausstellung mit diesem Thema befasst. Anni Schulte aus Rheine setzt die Grotte mit Franziskus und dem in der Krippe liegenden Jesuskind in Szene. Ein anderes Werk ist bereits außen an der Fassade des Museums zu sehen. „Mit den Augen des Körpers sehen“ heißt die Arbeit, die damit auf die Motivation für die Feier im Jahre 1223 „mit leiblichen Augen zu schauen“ direkt Bezug nimmt. Die Osnabrücker Künstlerin Nicola Dicke hat die Videoprojektion gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Telgte sowie zwei Franziskanerpatres geschaffen.

Passend zum Jubiläum 375 Jahre Westfälischer Frieden spielt das Thema Frieden in der aktuellen Krippenkunst-Ausstellung eine wichtige Rolle. Zum einen geht es um die weihnachtliche Friedensbotschaft allgemein und um den Wunsch nach Frieden und Versöhnung im Krieg gegen die Ukraine. Zum anderen beziehen sich mehrere Werke auf den „Weihnachtsfrieden“ im Ersten Weltkrieg, aus dem dieser Begriff auch stammt.

Neben Krippen, die sich auf den Ausstellungstitel beziehen, sind zahlreiche traditionelle Krippen mit vielen Figuren und Kulissen aufgebaut, die aus Bildhauerwerkstätten der Region stammen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz: Bei der Oberammergauer Schnürkasperlkrippe bewegen sich die Flügel der Engel und die Tiere nicken mit dem Kopf.

Die Telgter Krippenkunst-Ausstellung wird mit vielen Führungen und Veranstaltungen für Familien mit Kindern begleitet. Dazu gehören auch kreative Angebote wie das Blasen von Christbaumkugeln am dritten Adventswochenende.

RELíGIO – Westfälisches Museum für religiöse Kultur
Herrenstr. 1-2
48291 Telgte
www.museum-religio.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
25. Dezember und Neujahr 14 bis 18 Uhr
24. und 31. Dezember geschlossen

Pressemitteilungen

Verhüllen und Offenbaren – 400 Jahre Telgter Hungertuch
4. März bis 30. April 2023

Das Telgter Hungertuch von 1623 feiert Geburtstag

Im Jahre 1623, während des 30-jährigen Krieges, fertigten adlige Damen aus Telgte in mühevoller Filetstopfarbeit das bedeutende Fastentuch, welches bis 1907 in der örtlichen Kirche St. Clemens und St. Sylvester zur Passionszeit den Altarraum verhüllte.

1633 wütete die Pest in Europa und die Oberammergauer Bevölkerung legte das Gelübde ab, alle zehn Jahre das Leiden und Sterben Christi aufzuführen, wenn das Dorf von der Pest verschon bliebe. Das Versprechen wurde erhört und 1634, ebenfalls während des 30-jährigen Krieges, wurden die ersten Passionsspiele aufgeführt.

Diese beiden Ereignisse werden nun in einer Ausstellung zusammengeführt.

Das Telgter Fastentuch besteht aus 33 Bildfeldern, die die Passionsgeschichte, Symbole der vier Evangelisten, das Lamm Gottes sowie fünf Szenen aus dem Ersten (Alten) Testament zeigen. Das letzte Feld gibt über den Anlass der Entstehung und die Datierung Aufschluss: „Zum Gedächtnis an das heilbringende Leiden und zur Zierde der Telgter Kirche im Jahre des Herrn 1623 mit spitzer Nadel gestickt.“ Die Oberammergauer Passionsspiele erzählen die gleiche Geschichte und sogenannte lebende Bilder präsentieren teilweise die gleichen Szenen aus dem Ersten Testament wie auf dem Hungertuch abgebildet.

Gewänder und Requisiten aus den Passionsspielen sowie filigrane Schnitzereien, Hinterglasbilder und Rauminstallationen aus dem Oberammergau Museum nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine sinnliche und poetische Reise, auf der sie die Bedeutung der Passionsgeschichte und das Geheimnis von Verhüllung und Offenbarung entdecken können.

Das Konzept der Ausstellung basiert auf Ideen aus der Ausstellung (IM)MATERIELL, die bis zum Februar 2023 im Oberammergau Museum gezeigt wurde. Darin wurde die Museumssammlung fast vollständig verhüllt. Diese Idee der Verhüllung von Räumen und Objekten mit Stoffen von Gewändern der Passionsspiele wurde von den Museumsleiterinnen Dr. Constanze Werner und Dr. Anja Schöne für die Telgter Ausstellung neu gedacht und konzipiert, um den Verhüllungsgedanken von Fastentüchern mit künstlerischen Installationen zu visualisieren. Die künstlerische Umsetzung lag in den Händen von Michaela Johanne Gräper.

www.museum-religio.de

www.oberammergaumuseum.de

 

RELíGIO – Westfälisches Museum für religiöse Kultur
Herrenstr. 1-2
48291 Telgte
T. 02504-93120
museum@telgte.de
www.museum-religio.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr,
Karfreitag und Ostermontag geöffnet.

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      Flyer Vierteljahresprogramm 2/2024
      Flyer Bildungsangebote

      Pressefotos zur Ausstellung „Was Leiden schafft“

      Veronika Moss, Dornenkrone, Draht, Baumwollstoff, 2006, Foto: Veronika Moos
      Heinz Schößler, Christuskopf, Fettkreide auf Papier, 2016 Foto: Stephan Kube, Greven
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