Konzert zur Passionszeit vor dem Telgter Hungertuch

Konzert zur Passionszeit vor dem Telgter Hungertuch
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klicken auf das Bild. Foto © REGIO

Nicht nur die Auswahl der Werke mit
Bezug zum Hungertuch, nicht nur die
berührenden Texte sondern auch das
fein aufeinander abgestimmte
Vokalensemble überzeugte nachhaltig.
Das Publikum danke mit langan-
haltendem Applaus und forderte
mehrere Zugaben ein.

Konzert mit Gänsehautgefühl

Zum ersten Mal nach der neuen Präsentation des Hungertuches fand wieder ein Passionskonzert vor dem bedeutenden Telgter Fastentuch von 1623 statt. Die Nachfrage nach Konzertkarten war so groß, dass die Künstler des Ensembles Sei Colori spontan ein zweites Konzert im Anschluss gaben.

Das Konzertprogramm war auf den Ort und das Hungertuch zugeschnitten und in der ausgezeichneten Moderation von Peter A. Schneider wurde immer wieder auf einzelne Szenen des Hungertuches Bezug genommen. Das Vokalensemble "Sei Colori" mit Esther Remmen und Sophie Richter (Sopran), Stephan Hinssen (Tenor), Peter Amadeus Schneider (Bariton) und Hanno Kreft (Bass) begann mit einem Gregorianischen Choral und dem Pater noster von Igor Strawinsky, die in das gleichnamige Thema des Konzertes einführten.

Das Programm des Abends bestand aus drei musikalischen Einheiten, die durch Texte aus der Passionsgeschichte sowie poetische und essayistische Texte ergänzt wurden, mit denen der Bogen in die heutige Zeit geschlagen wurde. Die Kompositionen umkreisten das Thema Passion und beinhalteten Werke von der Renaissance (Orlando di Lasso) bis in die 1970er Jahre (Maurice Duruflé). Die stimmgewaltige Rezitation der Evangeliumstexte durch die drei Männerstimmen beeindruckte das Publikum bereits sehr und spätestens bei dem Stück Eli, eli! von Georgius Bárdos war die Nähe und Eindringlichkeit des Passionsgeschehens so präsent, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer eine Gänsehaut bekamen.

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